Wie kommt es zu Schädlingsbefall oder zu Krankheiten der Kupferfelsenbirne?
Die Kupfer‑Felsenbirne ist grundsätzlich sehr widerstandsfähig. Krankheiten treten eigentlich nur dann auf, wenn die Heckenpflanze ungeeignete Bedingungen hat. Die häufigsten sind: zu viel Wasser (Staunässe!), zu wenig Sonne und zu viel Dünger. Wenn Sie bei diesen Pflegeaspekten achtsam sind, können Sie Ihre Kupfer-Felsenbirne gut vor Schädlingen oder Krankheiten bewahren. Auch ein gezielter Rückschnitt trägt zu einer gesunden Pflanze bei.
Auf welche Anzeichen sollten Sie bei der Kupfer-Felsenbirne achten?
Ihr Strauch zeigt Ihnen recht eindeutig, wenn etwas nicht stimmt. Achten Sie auf die folgenden Symptome und entlarven Sie so schnellstmöglich Schädlinge oder Krankheiten der Kupferfelsenbirne.
Verwelkte, braune oder verkohlte Äste
Wenn Sie diese Anzeichen wahrnehmen, müssen Sie sofort handeln. Denn sie sind typisch für Feuerbrand. Das ist eine hochansteckende Bakterienkrankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird. Die befallenen Äste der Kupfer-Felsenbirne sehen verbrannt aus, die Rinde wird schwarz und die Blätter vertrocknen. Daher auch der Name des Befalls.
Weiß‑grauer, pudriger Belag auf den Blättern
Wenn Sie einen mehligen Film auf den Blättern entdecken, der bei genauer Betrachtung aus vielen kleinen Kügelchen besteht, könnte Ihre Kupfer-Felsenbirne von echtem Mehltau befallen sein. Er entsteht vor allem dann, wenn die Krone des Strauchs zu dicht ist und lange Zeit Feuchtigkeit auf den Blättern liegt, die nicht abtrocknen kann.
Braune, runde Flecken mit gelbem Rand
Wenn Sie braune, runde Flecken mit gelbem Rand am Strauch entdecken, ist das meist ein Indiz für Pilzkrankheiten, beispielsweise die Verticillium‑Welke oder die Phytophthora‑Fäule. Sie entstehen, wenn der Boden zu feucht ist und dadurch Staunässe die Wurzeln schädigt.
Fraßspuren an jungen Trieben oder Rinde
Wenn Sie Fraßspuren an Ihrer Kupferfelsenbirne entdecken, sind das - Sie ahnen es - Spuren von ungebetenen Gästen. Der sogenannte Wildverbiss durch Hasen, Kaninchen oder Rehe ist ganz typisch. Die Tiere nagen an den zarten Teilen der Pflanze und können so erheblichen Schaden anrichten.
Honigtau sowie klebrige Rückstände und Rußpilz
Entdecken Sie klebrige Spuren auf den Blättern des Strauchs, dann sind das Anzeichen für Blattläuse. Diese produzieren Honigtau, der wiederum das Wachstum von Rußpilz begünstigt.
Gefressene oder beschädigte Früchte
Vögel wie Tauben, Amseln oder Finken fressen gerne die reifen Früchte. Sie sind allerdings keine Schädlinge. Die Früchte sind wichtige Nahrungsquellen für die heimische Fauna. Das sollten Sie also positiv bewerten: Ihr Garten ist ein beliebter Lebensraum für Tiere.
Welkende, gelb werdende Blätter und langsames Wachstum
Wenn Blätter welken oder gelb werden und der Strauch nicht ordentlich wächst, hat Ihre Kupfer-Felsenbirne vermutlich allgemeinen Stress. Bei Pflanzen entsteht der durch zu viel Wasser, zu wenig Sonnenlicht oder übermäßige Düngung.
Wie können Sie Schädlingen und Krankheiten bei der Kupfer-Felsenbirne erfolgreich begegnen?
Feuerbrand bei der Kupfer-Felsenbirne: Gefahr auch für andere Pflanzen
Die Kupfer‑Felsenbirne ist ein sehr beliebter Wirt für das Bakterium Erwinia amylovora, das den Feuerbrand verursacht. Die Krankheit breitet sich rasch aus. Es ist rasches Handeln gefragt, denn die Krankheit befällt neben der Felsenbirne auch andere Rosengewächse wie Äpfel, Birnen, Quitten, den Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna) oder die Glanzmispel 'Red Robin' (Photinia fraseri 'Red Robin)'.
Neben verkohlten Ästen und vertrockneten Blättern ist an den Schnittstellen oft klebriger, bakterienreicher Schleim zu sehen. Sobald solche Symptome sichtbar sind, ist Handeln gefragt:
- Befallene Pflanzenteile der Kupfer-Felsenbirne vollständig entfernen und in den Hausmüll geben. Im Kompost überlebt das Bakterium.
- Alle Werkzeuge desinfizieren, um Ihre anderen Pflanzen zu schützen
- Den Befall und auch nur den Verdacht melden den zuständigen Pflanzenschutzbehörden (zuständiges Landesamt oder Landesanstalt für Landwirtschaft), das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Präventiv können Sie für einen luftigen Kronenaufbau sogen, beispielsweise durch einen, regelmäßigen Schnitt. Pflanzen Sie zudem die Sträucher in einigem Abstand zu anderen Rosengewächsen.
Pilze an der Kupferfelsenbirne: nicht zu unterschätzender Befall
Echter Mehltau entsteht, wenn die Blätter über längere Zeit feucht bleiben. Verhindern Sie ihn durch regelmäßigen Schnitt, um für eine offene und lichtdurchlässige Krone zu sorgen. Im zeitigen Frühjahr empfehlen wir, alle sehr dicht stehenden Triebe zu kürzen, damit Regenwasser schnell abfließen kann.
Wenn Ihre Kupfer-Felsenbirne bereits von echtem Mehltau befallen ist, entfernen Sie die befallenen Äste und entsorgen Sie diese in der Restmülltonne. Sie sollte Spritzmittel, wenn überhaupt, nur sparsam einsetzen.
Die Verticillium‑Welke und die Phytophthora‑Fäule zeigen sich durch braune, welkende Bereiche an den Blättern und auch durch auffällig braune Stellen am Stamm. Die Ursache dafür sind nahezu ausschließlich zu nasse bzw. zu feuchte und schlecht durchlässige Böden. Sie können prophylaktisch die Bodenstruktur verbessern, indem Sie Sand oder Kies einarbeiten und für eine gute Drainage sorgen. Gießen Sie die Kupferfelsenbirne nur dann, wenn die oberste Erdschicht absolut trocken ist. Wenn ein sehr starker Pilzbefall auftritt, hilft es nur, den befallenen Strauch zu entfernen und sicher zu entsorgen, beispielsweise über den Hausmüll.
Die Schädlinge der Kupferfelsenbirne
Wildverbiss durch Feldhasen, Kaninchen oder Rehen können der Pflanze nachhaltig schaden. Wir empfehlen hier, die jungen Triebe mechanisch zu schützen durch Maschendraht oder Drahtgeflecht, das Sie um die Pflanze spannen. Der Draht sollte mindestens 30 cm hoch sein. Unser Tipp: Pflanzen Sie für Menschen wohlriechende Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin. Viele Tiere mögen den intensiven Duft nicht.
Blattläuse treten nicht so häufig auf bei Kupfer-Felsenbirnen. Wenn es doch mal der Fall sein sollte, können Sie natürliche Feinde wie Marienkäfer oder Florfliegen verwenden. Eine naturschutzfreundliche Alternative dazu ist Neemöl.
Vögel bedienen sich gern auch an der Kupferfelsenbirne, aber sie sind keine Schädlinge. Vögel sind wichtige Bewohner Ihres naturnahen Gartens. Verschmerzen Sie die gefressenen Früchte. So können Sie zur Artenvielfalt beitragen. Wenn Sie diese Früchte mit engmaschigen Netzen schützen möchten, vergessen Sie nicht, alternative Futterstellen im Garten anzubieten.
Checkliste gegen Schädlinge und Krankheiten an der Kupferfelsenbirne
- Regelmäßige Sichtprüfung: Insbesondere nach Regenfällen empfehlen wir, Blätter, Triebe und Rinde Ihrer Kupferfelsenbirne zu prüfen auf die oben beschriebenen Symptome.
- Dokumentieren: Wenn Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, halten Sie es mit einem Foto fest. Das hilft, um Veränderungen besser wahrzunehmen und zu bewerten.
- Entfernen: Feuerbrand, starker Mehltau oder ausgeprägte Pilzinfektionen sind ein Alarmzeichen, sofort alle betroffenen Pflanzenteile zu entfernen und über den Restmüll zu entsorgen.
- Behandeln: Je nach Diagnose sollten Sie geeignete Mittel verwenden. Also einen leichten Rückschnitt, ein passendes Fungizid bei Verticillium‑Welke. Und vergessen Sie auch nicht, die Werkzeuge zu desinfizieren.
- Nachkontrolle: Prüfen Sie die Pflanze etwa eine Woche später darauf, ob das Problem nach wie vor besteht. Wiederholen Sie gegebenenfalls die Maßnahmen, bis die Symptome verschwunden sind.
- Prävention: Achten Sie auf eine offene Krone bei Ihrer Kupferfelsenbirne, auf gut durchlässigen Boden, wässern Sie sparsam und sorgen Sie für ausreichende Sonneneinstrahlung.
- Schutzmaßnahmen: Jungen Pflanzen können mit Drahtgeflecht gegen Wildverbiss geschützt werden.
- Feuerbrand melden: Informieren Sie bei Feuerbrand-Befall sofort das zuständige Landesamt oder die Landesanstalt für Landwirtschaft.
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